Ein Bürger berichtet aus Münster

Weil u. a. die „Westfälischen Nachrichten“ sich anscheinend lieber mit Zahlen als mit Inhalten befassen, nun gleich nach dieser Replik endlich wieder Inhalte. Nur noch schnell zur in den sozialen Netzwerken in den letzten Tagen umstrittenen Zahl der Gegendemo-Teilnehmer: die Einen -auch unsere Quellen- berichten von 400 (sogar Linke von nur ~530), die Anderen von „deutlich mehr als 2000“ teilnehmenden Münsteranern. Die eine Seite von insgesamt inklusive der aus allen Ecken NRW’s herangekarrten Menschen ca. 3000, die andere Seite von „8000“. Je nach räumlicher Perspektive. Wir halten es da mit dem Sprecher des AfD-KV Münster (Helmut Birke): Er begründete die kolportierte Zahl damit, dass nach seinen Erkenntnissen „bei vielen Großveranstaltungen immer etwa 2000 bis 3000 Menschen auf dem Prinzipalmarkt strömen würden“. Korrekt: Wenn die Polizei aber viel weiter außerhalb (einschließlich Passanten) mit hinzuzählt, auch legitim. Dann, so satirisch-ironisch H.B., können es „meinetwegen auch 20.000“ sein. Dann wird aber bitte derselbe Maßstab künftig auch an der Obrigkeit nicht genehme Veranstaltungen angelegt und die Zahl der pro-AfD-Teilnehmer vice-versa nach oben korrigiert. Mit zweierlei Maß messen, das ginge dann nicht mehr. —

Sei’s drum, viel wichtiger ist sowieso der Inhalt: Hier ein Offener Brief eines Teilnehmers des AfD-Neujahrsempfangs:

„Liebe Freunde, Patrioten, Parteikollegen und interessierte Mitleser ! Ich hoffe, ihr sitzt gut, das könnte jetzt etwas länger dauern. Ich war gestern mit meiner Frau Gast beim Neujahrsempfang der A…

Quelle: Ein Bürger berichtet aus Münster

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13 Kommentare zu „Ein Bürger berichtet aus Münster

  1. Ob die Westf. Nachrichten mit dem Herumreiten auf den Teilnehmerzahlen (für mich ein Nebenkriegsschauplatz, ich tendiere so zu 4.000 insgesamt, 1.000 davon aus Münster), die selbst bei -egal, ob faktisch oder postfaktisch- 8000 AfD-Hassern blamabel gering sind angesichts eines Potentials von in Münster 40000 aktiven Linken, nicht vielleicht einfach nur DAVON ablenken wollen? :

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  2. Hiho! Logo, Inhalte sind wichtiger. Mich begeisterte vor allem die Rede des JA-Vorsitzenden Alexander Leschik. Begabter junger Mann, muss ich schon sagen. Die standing ovations für ihn waren berechtigt. Wie er gestrahlt hat, süß! Er war neben der stark beachteten und gewürdigten Jugendinitiative gegen Kinderehen sicherlich einer der Gewinner des enorm erfolgreichen AfD-Neujahrsempfangs. Es freut mich sehr für Alexander, für die anderen engagierten jungen Menschen und für euch als Gesamt-AfD, dass die von allen guten Geistern verlassene Antifa euren Empfang nicht verhindern konnte und innerhalb der linken Szene darob viel Kritik einstecken musste!

    Lasst mich trotzdem noch was Abschließendes zum Zahlsalat sagen:

    Beim „Warm-up“ am vorletzten Samstag vormittag vor dem Rathaus in #Münster blamierte sich das „Keinen Meter den Nazis“-Bündnis mit nur 40 anwesenden Menschen. Es fehlten halt die Busse mit herbeigekarrten Demo-Söldnern und ein Lockvogel-Konzert, das Schaulustige anzieht. Auch war die Menschenmenge um die Zeit nicht so groß, dass unbeteiligte Shoppingpassanten hätten feststecken und dazugerechnet werden können.
    Und erinnert euch erst an den mageren 100-Hanseln-Protest in Handorf, beim letzten geplanten Event mit Petry, das dann aber wegen der Einschüchterung des Gastronomen durch linke Faschisten abgesagt werden musste!

    Mehr als dieser „harte Kern“ aktiver Münsteraner (deren Engagement ich gar nicht madig machen mag, ich bin auch gegen Nazis, wobei allerdings die AfDler nun mal keine Nazis sind) kam meiner Recherche nach auch am vergangenen Freitag nicht zur Demo.

    Dass die Polizei trotzdem auf 8000 kommt und zu den -von euer Quelle so korrekt bezifferten- „nur 400 Münsteranern“ sich nur darauf zurückzieht, keine Personenfeststellung vorgenommen zu haben (einige von uns haben das durchaus getan), liegt eben an dem seeeeehr großzügigen Radius, der quasi mit dem Zirkel um den Veranstaltungsort (Donots- & Redner-Bühne) gezogen wurde.

    Es ist schließlich nicht strafbar, die Definition der Polizei anzuzweifeln und genau das tue ich. Jedoch muss ich auch Luke zustimmen, dass ihr euch da am besten nicht länger mit aufhaltet. Steigt auf das Ablenkungsmanöver nicht ein.

    Wir sehen uns!

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  3. Genau, die Zahlen sind mir schnuppe!

    Ich verstehe auch nicht -sollten die 8000 stimmen- , warum ihr dann die Zahl krampfhaft runterzurechnen versucht, liebe AfD! Ist es nicht viel beschämender, wenn sooo viele (8000) Verblendete gegen einen Empfang einer demokratischen Partei protestieren, die dort als einzige Partein einem Projekt gegen Kinderehen eine Plattform bietet? Ich meine, ist das nicht eine größere Schande für die Münsteraner Zivilgesellschaft als wenn es nur 1000 bis 3000 gewesen wären? Seht es doch mal bitte von der Warte!

    Zum Thema, weil Inhaltliches mit diesem Wink-mit-dem-Zaunpfahl-Blog-Post erbeten:

    Das täuscht leider darüber hinweg, dass die Koalition auf Betreiben des unsäglichen Zensur-Kahane-Ministers Maas „Ausnahmen“ plant.

    In angeblichen Härtefällen, d. h.: volljähriger Mann und unter-16jährige dazu genötigte Kindsfrau behaupten beide, suizidgefährdet zu sein, wenn man die „große groooooße Liebe“ zerstöre.

    Bleibt an dem Thema zusammen mit Leyla Bilge bitte an dem Thema dran!
    Wunderbarer Vortrag von ihr Anfang des Jahres in Paderborn:

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    1. „Kinderehe“ (besser passt „Kindesmissbrauch“) ist ein wichtiges Thema. Wichtiger jedenfalls als die Zahl der Teilnehmer der eh irrelevanten Gegendemo. Relevant ist die Hauptveranstaltung, der Empfang -und was dort Gutes getan und gesagt wurde. Es ist allerhöchste Zeit, dass eine starke AfD in allen 16 Landtagen sitzt und auch im Bundestag! Sonst kann weiter weitestgehend ungestraft jeder rapefugee ein kleines Mädchen vergewaltigen, sich angesichts einer nur zur Bewährung ausgesetzten viel zu laschen Strafe hämisch einen grinsen, dem Mädchen wieder nachstellen (das nun angesichts seines zudem bei dessen Versuch der Selbstjustiz gegen den Täter ermordeten Vaters in ständiger Angst vor Wiederholungstaten leben muss, eventuell gar in den Suizid getrieben wird). Es ist himmelschreiendes Unrecht!!! WARUM um alles in der Welt tut NUR die AfD etwas für einen besseren Schutz solcher Mädchen+eine härtere Bestrafung entsprechender Täter und keine der anderen Parteien????
      https://www.welt.de/vermischtes/article162074839/Fluechtling-zu-Bewaehrungsstrafe-verurteilt.html

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  4. Es gab deutlich mehr Zuspruch für Dr. Baur! Rosinenpickerei der WN, skurril:
    http://www.wn.de/Muenster/2697191-Facebook-Debatte-ueber-Fritz-Baur-Hysterie-spielt-der-AfD-in-die-Karten

    Ganz weglassen konnte sie pro-Baur-Statements NICHT, aber die Selektion durch die WN-Redaktion spiegelt die tatsächlichen Relationen abermals nicht korrekt wieder.

    Lasst euch nicht unterkriegen und unterstützt weiter engagierte Menschen wie Leyla Bilge und das Jugendprojekt gegen Kinderehen, dem ihr lobenswerterweise am Freitag ein Forum geboten habt.

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  5. „„Liebe Freunde, Patrioten, Parteikollegen und interessierte Mitleser ! Ich hoffe, ihr sitzt gut, das könnte jetzt etwas länger dauern. Ich war gestern mit meiner Frau Gast beim Neujahrsempfang der AfD…“

    Der Text gefällt mir richtig gut! Lesenswert!!! Schade, dass die Lokalpresse dies nicht getan und nicht eine Zeile daraus zitiert hat. Beschämend für die selbsternannten Journalisten.

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  6. Hallo.
    Ich freue mich auf gleich, endlich bin ich auch AfD-Mitglied.
    Das Engagement der „JA“, vor allem gegen Kinderehen https://www.facebook.com/jafuer.de/photos/a.131308147059728.1073741828.109330799257463/552350828288789/?type=3 , wie sich seit Freitag bundesweit herumgesprochen hat, hatte mich von diesem Schritt letztlich überzeugt.
    Die Junge Alternative hat anders als alle anderen Jugendorganisationen der Parteien keine Schleimer, Schwätzer, Buckler und an Inhalt nie interessierte Vollhonks in ihren Reihen. Es ist mir eine Freude, Teil dessen zu werden! 🙂
    vlg,
    Janine

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  7. Der „Diskurs kann durch Geschrei nicht ersetzt werden“-Leserbrief in den WN vom 18.02.2017 (gestern) hat mir aus der Seele gesprochen. Die linksextremen Schreihälse halten hoffentlich den kultivierten zivilisierten Teil der Stadtgesellschaft von Münster nicht davon ab, endlich den Dialog mit der AfD zu suchen und festzustellen: Kein einziger Rechtsextremist/Rassist ist in Münsters AfD dabei!

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